Gabriele Demmel, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Gabriele Demmel, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Was verstehe ich unter Therapie

Therapiebedarf entsteht, wenn man seinen ureigenen Weg verläßt oder ihn schon lange verlassen hat bzw. noch nie richtig beschritten hat. Man fühlt sich fehl am Platz, der Körper reagiert mit Störungen, die unterdrückten Gefühle verursachen eine Depression, oder Phobie, oder Zwänge. Kurz um, unser System zeigt uns sehr genau, wann wir Hilfe brauchen. Je nachdem wie verfestig die Probleme schon sind, kann es dann eine zeitlang dauern, bis sich unser System wieder umstimmen läßt.

 

Hier beginnt für mich auch die Unterscheidung von Coaching und Therapie.

 

Bei kleinen Kursänderungen ist Coaching angebracht, da braucht es dann manchmal nur einen Satz, eine kleine Intervention, eine Zielaufstellung oder ein paar Gedankenspiele und es stellen sich schnell und relativ leicht Lösungen und Veränderungen ein. Dazu lesen sie bitte den Unterpunkt Coaching.

 

Anders verhält es sich bei fortdauerndem physischem und psychischem Mißbrauch.

 

Hier passieren tiefgreifende maligne Veränderungen unserer Persönlichkeitsstruktur. Aus diesen Erfahrungen resultieren z. B. Selbstverletzung, Suizidalität, Burnout, Depressionen, Bindungsstörungen, Neigung zu Gewalt, Opferverhalten, fehlendes Selbstwertgefühl, Dissoziation usw. die Liste ist lang. 

Eine Therapie geht auch nicht ohne Nebenwirkungen vonstatten. Die Gefühle von Wut, Scham, Trauer wurden lange nicht gelebt und bahnen sich jetzt ihren Weg. Es können sich also schlechte Träume, Niedergeschlagenheit, aggressives Verhalten, Stresssymptome aller Art zeigen. 

Sie lernen dann auch bei mir damit umzugehen.

Man kann nicht erwarten, dass sich jahrelang antrainierte Verhaltens- und Denkstrukturen in 2 bis 3 Sitzungen auflösen lassen. Aber ich arbeite und lebe nach dem Motto: geht ned, gibts ned. Bis jetzt bin ich damit sehr gut gefahren. Das heißt jetzt genau, wenn sie bereit sind eine Therapie zu beginnen, dass sich Lösungen und Veränderungen auf alle Fälle zeigen werden, aber Gras wächst nicht schneller indem man daran zieht. Jeder hat sein eigenes Tempo und braucht seine Zeit, auf die Minute genau. Danach richte ich mich. Man kann das ein wenig mit einer Bergtour vergleichen. Das Problem ist der Berg, und bis jetzt ist noch jeder Berg bestiegen worden. ich freue mich schon aufs Wandern mit ihnen.

 

Mein Touretappen im Therapiefall sehen folgendermaßen aus:

 

Standortbestimmung: Wir schauen uns genau an, wer sie gerade sind und was die dringlichsten Probleme im Moment sind und lösen diese zuerst.

 

Psychoedukation: Sie sind ihr bester Spezialist, ich schaue mit ihnen was sie schon wissen (dazu gehören die Erfahrungen aus früheren Therapien und Büchern oder Seminaren), und erkläre ihnen so genau wie möglich, was ihnen genau fehlt und warum, sie erhalten damit ein gutes Spektrum psychologisches Wissen und damit Verständnis für sich selbst.

 

Bücherempfehlungen: Ich habe auf meiner Website den Unterpunkt Literatur mit einem Grundstock von wichtigen Lehrbüchern für sie zusammengestellt, mit denen ich die besten Erfahrungen gemacht habe. Das verhilft ihnen zu noch mehr Selbstverständnis und Hilfe zur Selbsthilfe

 

Skillslisten: Ich erarbeite mit ihnen Listen von einfachen Hilfsmaßnahmen, für den Fall dass es ihnen schlecht geht, sie eine Panikattacke haben, sie dissoziieren und wenn es um grundsätzlich schwierige Situationen für sie geht. Diese geben ihnen ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Sicherheit.

 

Resourcentraining: Ich erarbeite mit ihnen eine Liste von hilfreichen Fähigkeiten und Erlebnissen aus ihrer Biographie und hilfreichen Menschen und Institutionen in ihrem Umfeld. Das gibt Stärke und Selbstbewußtsein.

 

Methoden: Ich erkläre ihnen meine Methoden und was sie bewirken und wir probieren uns ein wenig durch, damit sie ein gutes Gefühl bekommen, was auf sie zukommt. 

 

Themenkonfrontation: Wir sehen uns die wichtigen Schlüsselszenen ihrer Erfahrungen in einem gesicherten Rahmen an und sie lernen sie neu zu bewerten und zu integrieren.

 

Integration: Wir lernen gemeinsam die bewußt gemachten schlechten Erfahrungen mit der neuen Bewertung in ihren Alltag einzubringen. Daraus ergeben sich gute Lösungen für ihre Beziehungen, ihr Arbeitsumfeld, ihre Familie, ihre Lebensziele.

 

extreme Erfahrungen verändern die Wahrnehmung der Wiklichkeit auf dramatische Art und Weise. Wir nehmen uns selbst nur noch klein und unwirksam und die Umwelt übergroß und übermächtig wahr. Es passiert eine Wirklichkeitsverzerrung auf derem Boden Mißverständnisse, emotionale Ausbrüche, Süchte, Ängste, unnötige Konflikte wachsen. Mithilfe von geeigneten Therapiemethoden, die wir gemeinsam für sie aussuchen, kann eine Neubewertung der gemachten Erfahrungen passieren und wir kommen wieder so in die Wirklichkeit zurück, wie wir einmal gemeint waren, als selbstbewußte, achtsame, wirksame Wesen, jedes mit seinem eigenen Plan, den es verwirklichen soll und darf.

 

Essentiell für das Funktionieren einer Therapie ist die vertrauensvolle Verbindung zwischen Klient und Therapeut. Deshalb ist mir Offenheit und Arbeit an dieser Beziehung absolut wichtig und hat immer Vorrang. Das alleine ist schon therapeutisches Arbeiten, weil sie lernen "müssen" dass es auch gute, fördernde, und haltgebende Beziehungen gibt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Gabriele Demmel Heilpraktikerin (Psychotherapie)